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Spaghetti Bolognese – der immerjunge Klassiker

Sauce Bolognese à la mamma - gibt es bei mir regelmäßig!

Sauce Bolognese à la mamma – gibt es bei mir regelmäßig!

Mein Neffe Dennis postete bei Facebook seine sonntägliche Bolognese mit viel Knoblauch… Meine Frage, ob da Tüte mit im Spiel war, blieb offen. Nun denn. Ich habe vor vielen Jahren bei einem Toskana-Urlaub ein Bolognese-Rezept verraten bekommen – so richtig à la mamma eben -, das man immer dann zubereiten kann, wenn man sowieso zu Hause ist. Denn das Ragù sollte richtig lange vor sich hin schmurgeln. Man muss nicht immer drauf gucken, aber gelegentlich mal rühren und schauen, ob noch etwas Rinderfond draufsollte. Und kann derweil Fenster putzen, bügeln, Krimis lesen, Unkraut zupfen – je nach Jahreszeit, Lust und Laune… Übrigens komplett ohne Knoblauch!

Zubereitungszeit: 20 Minuten (plus 120 Minuten Schmorzeit – im Notfall reichen auch 90 Minuten, aber ich rate ab)

Zutaten: 500g Bio-Rinderhack (wenn es nicht Bio ist, müssen Sie locker 10 Minuten mehr kalkulieren, damit das Wasser, das beim Anbraten austritt, verkocht ist), 1 Zwiebel, 2 Möhren, 1 Stange Staudensellerie, 100g Bauchspeck gewürfelt, 2 Esslöffel Butter, 100ml trockener Rotwein, 300ml Rinderfond, 3 großzügige Esslöffel Tomatenmark, 1 große Dose geschälte Tomaten, 2 Lorbeerblätter, 0,5 Teelöffel Thymian getrocknet, 1 Teelöffel Oregano getrocknet, Salz, schwarzer Pfeffer aus der Mühle, 1 Prise Zucker

Suppengrün in feine Würfelchen schneiden - das geht mit der "Zauberette" und dem ESGE-Zauberstab ratzfatz!

Suppengrün in feine Würfelchen schneiden – das geht mit der “Zauberette” und dem ESGE-Zauberstab ratzfatz!

Zuerst Karotten, Zwiebel und Staudensellerie putzen und fein würfeln. Ich mache das gerne mit meinem ESGE-Zauberstab und der dazugehörigen Zauberette (www.unold.de/esge), deren großes Messer im Nu grob zerkleinertes Gemüse in kleine Würfel verwandelt. (Bei den Produkttests finden Sie ausführliche Infos über diesen Küchenassistenten, der weltweit nicht nur bei Profis geschätzt wird!)

Dann erhitzen Sie die Butter in einer großen, beschichteten Schmorpfanne und braten das Gemüse darin etwa 10 Minuten an. Aus der Pfanne nehmen und in einer Schüssel beiseite stellen.

Jetzt das Hackfleisch in die Pfanne geben und scharf anbraten (kein Fett mehr zugeben!), dabei immer wieder mit der Gabel zerdrücken, damit’s fein krümelig wird. Dauert (bei Bio-Qualität) etwa 10 Minuten. Dann das Tomatenmark zugeben und mitbraten, bis es nicht mehr rot, sondern leicht bräunlich ist. Jetzt alles mit dem Rotwein ablöschen. Die Dosentomaten in eine Schüssel geben und mit dem Fleisch-und Gemüsemesser des Zauberstabs grob hacken – und ab in die Pfanne damit, jetzt auch das angebratene Gemüse dazugeben. Die Speckwürfel untermischen, Lorbeerblatt, Thymian und Oregano unterrühren, mit Salz, Pfeffer und einer Prise Zucker würzen und dann alles so lange rühren, bis die Flüssigkeit nahezu verkocht ist. Dann 200ml Rinderfond einrühren und alles bei niedriger Hitze 90 bis 120 Minuten (letzteres ist besser) vor sich hin schmurgeln lassen. Gelegentlich umrühren – und wenn die Sauce flüssiger sein soll, noch ein bisschen Rinderfond angießen. Zum Schluss noch mal mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Mit Spaghetti und frisch geriebenem Parmesan servieren!

Kleiner Tipp am Rande: Ich mache immer die doppelte Menge und friere dann eine Portion ein – so hat man immer was in Reserve – und die Zubereitung ist nur geringfügig aufwändiger – das bisschen Schnibbeln macht sich mit dem entsprechenden Küchenequipment ja quasi von allein…