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Zuckerhut – selten und speziell

Infos zum Zuckerhut habe ich im Internet gefunden.

Infos zum Zuckerhut habe ich im Internet gefunden.

Wenn er nicht gerade bei einer Nachbarin im Gemüsegarten gedeiht, ist es schwer an den Zuckerhut heranzukommen. Das ist schade, denn mir hat er wirklich gut geschmeckt! Seine Besonderheit: Es ist ein typischer Wintersalat, der dann gedeiht, wenn ansonsten nur noch Grünkohl im Garten steht… Allerdings ist der Zuckerhut, auch Fleischkraut, Herbstzichorie, Greenloof genannt, frostempfindlich, lässt sich aber an einem kühlen Ort – so heißt es im Internet – gut einlagern.

Groß, schön bitter und vielfältig zuzubereiten: der Zuckerhut.

Groß, schön bitter und vielfältig zuzubereiten: der Zuckerhut.

Ich habe die äußeren Blätter abgezupft und ihn dann halbiert, denn so ein Zuckerhut ist echt groß. Eine Hälfte habe ich wie einen Endiviensalat behandelt: in Streifen geschnitten, gewaschen und gut abtropfen lassen. Dazu gab es ein Sahnedressing – 100ml Sahne, eine kleingewürfelte Schalotte, ein Spritzer Zitronensaft, ein Schüsschen Essig Essenz, ein halber Teelöffel Zucker, Salz und schwarzer Pfeffer aus der Mühle wurden schnell zusammengerührt und nochmal abgeschmeckt. Das Dressing hab ich denn mit dem Salat vermischt und muss sagen: dafür würde ich als bekennender Endivienfan sogar Endiviensalat stehen lasse. So gut! Wenn Sie es gern etwas fruchtiger mögen, können Sie auch klasse abgetropfte Mandarin-Orangen aus der Dose oder Apfelstückchen untermischen.

Die andere Hälfte habe ich – in Streifen geschnitten und gewaschen – mit etwas Olivenöl und zwei kleingewürfelten Schalotten angedünstet und zusammen mit Stampfkartoffeln serviert. Für Nicht-Vegetarier: Das passen Frikadellen sehr gut! Im Internet wurde gesagt, dass man den gedünsteten Zuckerhut auch sehr gut mit herzhaftem Käse überbacken kann. Werde ich probieren, wenn es wieder einmal einen Zuckerhut gibt!